An End, of Sorts.

Wed 24 April 2013
By Aaron

[Ich hatte hier meinen üblichen "Oh noes, hier war es so ruhig" Disclaimer stehen, aber dann kam ich mir doof dabei vor mich für etwas zu entschuldigen was niemanden was angeht und noch weniger Leute interessiert. So fuck it.]

Vor kurzem hat sich etwas Fundamentales geändert. Ich bin immer noch am Verdauen, werd es wohl auf absehbare Zeit sein. Bis jetzt fühlte es sich fast wie ein emotionaler Korken an, zu groß, zu fest, zu präsent, um darüber zu schreiben. Die Gefühle verstopfend. Jetzt, da sich der Korken langsam löst wird es nicht unbedingt angenehmer, aber ich bin zuversichtlich.

Was ist nun passiert?

Ich habe mich entschlossen, den Kontakt mit meiner ältesten, besten Freundin abzubrechen. Völlig. Die Gründe sind ... eigentlich nicht interessant. Nicht jetzt, nicht heute. Vielleicht ein andermal. Aber unterm Strich bleibt, daß ein Teil meines Lebens jetzt ... weg ist. Ich bin mit aufgewachsen, sie war in den letzten 18 Jahre Freund, bester Freund, erste Liebe, erste Freundin, Beziehungspartner für fast 9 Jahre, Ex, gute Freundin, Partnerin. Und jetzt ist sie halt nicht mehr hier, nicht mehr in meinem Leben.

War es die richtige Entscheidung, dieser radikale Schritt? Ich weiß es nicht. Ich hadere damit, immer und immer wieder. Doch bis jetzt fühlt es sich richtig an. Zuviel ist passiert, zu zermürbend war es zuletzt. Vermisse ich sie? Ja, natürlich. Doch ich vermisse die guten, schönen Seiten, die Zeiten des Vertrauens, der Zärtlichkeit, der Verbundenheit. Die Enttäuschungen, die Gedankenlosigkeit, die Schmerzen, die vermisse ich nicht.

Letzten Endes kam die Entscheidung kam aus dem Kopf, zu unterschiedlich waren die Prioritäten, zu grundlegend die Differenzen im ... emotionalen, ethischen Kompaß. Ich konnte, wollte nicht mehr so weitermachen. Ich erwarte mehr von den Menschen um mich, erwarte mehr von mir selbst.

So ging es also zu Ende. Ein Gespräch, ein Telefonat, seither Stille. Noch weiß ich, wie sich diese Stille, diese Leere, füllen wird. Erst langsam wachse ich, breite mich in diese Lücken aus. Es wird noch eine Weile dauern, bis ich mich wieder ganz fühlen werde. Doch ich bin umgeben von Menschen, die mich lieben, die auf mich achten. Das wird schon.

Klar mach ich mir Sorgen. Um mich. Um sie. Um die Menschen um uns herum. Doch ich bin überzeugt von der Richtigkeit meiner Entscheidung, Sehnsucht hin oder her. Ich wünsche ihr, daß sie ihr Glück findet, wohin ihr Pfad sie auch führt.

18 Jahre. Was für eine Zeit...

Older
Der Partygraph, oder: Aaron hat wieder mal programmiert

Newer
Zuggedanken