Digitale Selbstverteidigung?

Tue 31 August 2010
By Aaron

Die ein, zwei Leute die hier hin und wieder mal reinlesen werden sich vielleicht über den neuen Untertitel gewundert haben und ich dachte ich erklär den mal.

"Digitale Selbstverteidigung" ist ein Begriff aus dem Umfeld von Gruppen wie dem Chaos Computer Club oder der German Privacy Foundation der eine gewisse Art des "gewaltlosen Selbstschutzes" für Kommunikation, Daten etc. beschreibt. Die GPF zB. bietet Kurse zum "Digitalem Aikido" an, in denen Leuten beigebracht wird sich selbst und ihre Daten im Internet zu schützen, was für technische Möglichkeiten, Werkzeuge und Methoden es dafür gibt.

Digitale Selbstverteidigung liegt für mich irgendwo zwischen "Datenschutz" und "Hacken" und dreht durch den neuen Begriff den ganzen Diskurs um. Datenschutz ist, für den Normalbürger, etwas das andere zu machen haben, etwas Externes, etwas das Firmen oder Behörden zu tun haben und über das man selbst keine Kontrolle hat und meistens auch nichts mitbekommt. Hacken ist was Aktives, eine agressive Handlung, mit vermeindlich bösem Hintergedanken und immer ein Angriff, durchgeführt von den bösen Hackern.

Beides nichts mit dem Otto Internetuser viel zu tun hat oder haben will.

Aber Selbstverteidigung, da kann man sich was drunter vorstellen. Selbstverteidigung, das heißt nicht angreifen, das heißt sich selbst schützen, Wiederstand leisten ohne selbst der Agressor zu sein. Dagegen kann kaum wer was sagen, da sehen die meisten den Sinn dahinter. Und Digitale Selbstverteidigung? Das ist aktiver Datenschutz, das ist Hacken ohne Agression, das ist Selbstschutz in einer grausamen, vernetzten Wirklichkeit.

Digitale Selbstverteidigung heißt zu lernen was für Bedrohungen existieren und wie man sich ihnen entgegen stellt, ihnen ausweicht und sich gegen sie wehrt. Und genau das will ich machen, für mich selbst und für andere.

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