Post-Berlin, oida!

Wie manch eine*r vielleicht mitbekommen hat war ich letzte Woche in Berlin. Anlaß war die sich dem Ende zu neigende Schwangerschaft einer guten Freundin, die von uns einen großen Packen an Babyzeugs bekam.

Mit “Baby” ist eines der Hauptthemen des verlängerten Wochenendes auch schon sehr gut zusammengefasst: Beständig redeten wir über Geburt, Kinderpflege, Dinge die dabei schiefgehen können, wie awesome das alles sein wird, über ang’rennte Krankenschwestern, Geburtsvorbereitungskurse und die Männer die in ihnen Handy lesen. (Seriously: WTF?!?)

Wir stellten fest wie absurd die Positionen mancher Leute und Veranstaltungen gegenüber Eltern und deren Kindern ist, wie trivial es wäre, Veranstaltungen weniger eltern- (or, let’s face it, “mütter-”) feindich zu organisieren. Es wäre so einfach, und schon daran scheitern viele. kopfschüttel

(Aber dazu gibts noch ein andermal einen Blogpost.)

Neben fehlendem Support für Eltern und Kinder drehte sich das Wochende aber auch um andere Lücken: Blinde Flecken in queeren Subkulturen, Löcher in Sets mathematischer Axiomen, fehlende emanzipatorische Theorien im Bereich der Restaurierung, Ausschlüssen in Kink-Szenen. Sie alle vereinend: Die Metapher der Lücke und andere Bilder der durch Umstehendes definierte (und somit selbst wieder definierenden) Leere.

So hatte ich die Vision der Lückernforschung, der bewußten Suche nach und Analyse von ebensolchen Lücken in sozialen und kulturellen Spheren. Am besten auf einer interdisziplinären (Un-?) Konferenz. (Mit Kinderbetreuung und All-Genders Playparty. Oder so.)

(Aber da ist vielleicht auch noch ein Blogpost fällig.)

Ansonsten war Berlin kalt, groß und voller toller Menschen, von denen ich manche sogar treffen durfte. Es wurde Kuchen gegessen und gekocht und viele tolle Gespräche geführt.

Gern wieder. (Dann allerdings mal NICHT im Winter.)

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